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Pfarrnachrichten aus dem Pastoralverbund

„Jetzt staubt´s – Kirche vor Ort ist im Umbruch“

– Verschiebung der Pfarrgemeinderatswahl

Unter diesem Motto finden an vielen Orten in diesen Tagen die Pfarrgemeinderatswahlen statt. „Kirche vor Ort ist im Umbruch!“

Durch die personellen Wechsel im Hauptamtlichenteam ist in den Pastoralverbünden Lippstadt-Mitte und Lippstadt-Nord der Umbruch sicher noch stärker als in anderen Gemeinden. Nicht dass es so sehr stauben würden, dass wir nicht mehr durchblicken, aber wir haben mit den Vorsitzenden der Gesamtpfarrgemeinderäte beraten, in unseren beiden Pastoralverbünden die Pfarrgemeinderatswahlen auf den 3./4. März 2018 zu verschieben. Wir sind sehr dankbar, dass sich auch der Gesamtpfarrgemeinderat Mitte mehrheitlich darauf einlassen konnte, weil es dort schon sehr engagierte Vorbereitungen für den ursprünglichen Termin gegeben hat. Vielen Dank dafür!

Vielleicht empfinden die bisherigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Verlängerung als kräftezehrend, wie die Verlängerung bei einem Fußballspiel, aber oft fällt dort die Entscheidung! Wir hoffen, dass die schon gewonnen Kandidatinnen und Kandidaten sich auch im kommenden März zur Wahl stellen und noch viele dazukommen. Wir zählen auf ihre verantwortliche Mitarbeit in dieser Umbruchsituation, die für uns auch eine Übergangssituation ist, denn in der neuen Amtszeit der Gesamtpfarrgemeinderäte gilt es die Kooperation der beiden Pastoralverbünde Lippstadt-Mitte und Lippstadt-Nord zu gestalten und auch die ersten Schritte auf dem Weg in den großen Pastoralen Raum Lippstadt zu gehen.

Wir bitten um ihr Verständnis für die Verschiebung der Wahl und um eine große Bereitschaft, den vor uns liegenden Weg mitzugehen.

Die Vorsitzenden der Gesamtpfarrgemeinderäte und das Pastoralteam

Grafik grau: Sitzung

 

 

 

 

 

Liebe Schwestern und Brüder in unserem Pastoralverbund!

In den vergangen Wochen wurde mir ganz oft die Frage gestellt: „Haben Sie sich schon eingelebt?“ Natürlich konnte ich diese Frage nicht mit einem schlichten Ja beantworten, denn dafür ist meine Zeit in Lippstadt noch zu kurz und das neue Arbeitsfeld in 7 Gemeinden zu groß.

„Ich fühle mich sehr wohl und kann mir gut vorstellen, hier heimisch zu werden“, habe ich dann oft geantwortet. Die Nachfragen waren wohltuend. Da sorgen sich Menschen darum, dass jemand in der Stadt, in den Gemeinden gut ankommen kann, eine Heimat findet. Als Westfale in Westfalen, als katholischer Pfarrer in katholischen Gemeinden – da wird es einem leicht gemacht sich zu beheimaten.

Da haben es andere Menschen in unserer Stadt erheblich schwerer, wenn sie etwa aus einer anderen Kultur kommen oder noch nicht unsere Sprache sprechen. Doch der Wunsch nach Heimat durchzieht alle Zeiten und Menschheitsgeschichten. Eine Heimat, in der ich bekannt bin, wo mir Menschen mit vertrauten Gesichtern begegnen, eine Sprache gesprochen wird, die ich verstehe, ein Ort, wo mein Lebensrecht nicht in Frage gestellt wird.

Die Frage nach der Heimat war auch 2017 so brisant, weil wieder so viele Menschen gezwungen waren, den Ort ihrer Herkunft zu verlassen. Weil Elend und Not sie fortgetrieben hat, weil Kriege ihre Städte verwüstet haben.

Aber vielleicht stellen sich auch Menschen, die ein solches Schicksal nicht teilen müssen, die Frage nach Heimat. Wohin gehöre ich in einer Gesellschaft die immer mobiler wird. Die Advents- und Weihnachtszeit scheint die Sehnsucht nach Heimat noch zu steigern. Am Fest wollen viele zu Hause sein, an Orten liebevoller Erinnerungen mit vertrauten Ritualen die Tage begehen.

Das Weihnachtsevangelium scheint dazu ein Kontrast zu sein. Zwei Menschen ziehen fort von Zuhause, um auf staatlichen Befehl einen Behördengang zu erledigen. In Betlehem sind alle Unterkünfte belegt, nur in einem Viehunterstand ist noch Platz, in der dann die Geburt Christi stattfinden muss.

Und doch wärmt es uns das Herz und umgibt uns eine bergende Kraft, wenn wir zu Hause oder in unseren Kirchen in die Krippe schauen. Da sehen wir zwischen den Tieren zwei Menschen, die zusammenhalten, die beieinander bleiben, die füreinander sorgen, ja die sich lieben. Zwei Menschen, die ihren so wenig alltäglichen Weg nicht allein gehen. Zwei Menschen, die Gott vertrauen und es deshalb wagen, in eine ungewisse Zukunft aufzubrechen. Zwei Menschen, die so miteinander verbunden sind, dass Gott zwischen ihnen nicht nur spürbar wird, sondern buchstäblich zur Welt kommt.

Ich wünsche allen eine solche weihnachtliche Heimat, einen Ort, an dem wir geliebt werden, wo wir Nähe spüren, wo uns eine Hand gereicht wird,

wo Gottvertrauen wachsen kann.

Im Namen des Gesamtpfarrgemeinderates, der Kirchenvorstände und

des Seelsorgeteams ein gesegnetes Weihnachtsfest und

auf ein gutes gemeinsames Jahr 2018!

Ihr Pastor Thomas Wulf

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