Pfarrnachrichten (Ausschnitt St. Antonius)

 

Kleine Chronik der Pfarrei St. Antonius

Bildergebnis für st. antonius lippstadt

 

Die Entstehung der Antonius Gemeinde war notwendig geworden, da durch den Zuzug vieler Menschen aus den deutschen Ostgebieten die Elisabethgemeinde rapide angewachsen war.

 

Am Elisabethfest 1950 fiel die Entscheidung für die Antonius Kirche – zunächst als Notkirche benannt.

Am 24. August 1951 erfolgte der 1. Spatenstich und am 18.Mai 1952 die feierliche Einweihung. – Und damit begann dann auch kirchliches Leben,

Eine Besonderheit ist in der Antonius Kirche zu finden: Der Altar ist nach Westen ausgerichtet und nicht nach Osten, wie es bei den Kirchen üblich ist. Die Überlegung bei der Planung war, dass ja viele Menschen aus dem Osten in den Westen gekommen waren und der Pastor die Menschen vom Westen aus begrüßen wollte.

Am Vorabend des Kirchenpatronats wurde am 12.06.1953 die Darstellung des

Hl. Antonius von Bernhard Gohla feierlich in der Kirche geweiht und trug zu ihrer Verschönerung bei.

Es war eine große Gemeinschaft entstanden, in der sich im Oktober 1956 die KAB und im November die kfd gründeten.

Da sehr viele Kinder in der Gemeinde lebten, war auch ein Kindergarten

notwendig; so wurde im Januar 1955 Am Weinberg der St. Ignatius-Kindergarten zusammen mit dem Jugendheim eingeweiht. Im Frühjahr 1963 folgte dann am Roncalliweg der Roncalli-Kindergarten mit Jugendheim.

Schon in den Anfängen der Antonius Gemeinde wurde die Jugendarbeit sehr gut angenommen, die dann im Roncalliheim mit den wöchentlichen Treffen fortgesetzt werden konnte.

Die St. Antonius-Gemeinde wurde nach dem Krieg zu einer lebendigen Familie und ihre Opferbereitschaft hat große Vorhaben in die Tat umgesetzt.

Da im Kirchturm der Antonius Kirche keine Glocken vorhanden waren, fuhr Pastor Hoffmeister zum Hamburger Glockenfriedhof und fand dort die Glocken der St. Vinzenz Kirche Breslau aus dem Jahr 1746. Sie waren dem Einschmelzen für Waffen (Kanonen ect.) entgangen. Die altehrwürdigen Glocken erklingen noch heute täglich von dem Turm der Antonius Kirche.

Sehenswert sind in der Kirche die Heiligendarstellungen in den Fenstern, die bei der letzten Renovierung 1994 geschaffen wurden.

Aus unserer Gemeinde gingen einige Priester hervor: Willi Schütze, Günter Kremmelbein, Wilfried Loik und Antonio Calabrese. Der jetzige Bischof von Osnabrück, Franz Josef Bode, hatte in St. Antonius seine 1. Stelle als Vikar.

Die weiteren Priester, die in der Gemeinde wirkten, waren Pastor Neuss und die Vikare Gersmann, Fabri, Okkerse, Henrichs und Albrecht.